Artikel mit dem Tag ‘Kinderschutz’

Kinderschutz im Internet: Worauf kommt es an?

5. Oktober 2021

Gastartikel von anwalt.org.

Für Schule und Freizeit stellt das Internet häufig eine enorme Bereicherung dar. Allerdings können Kinder und Jugendliche durch das World Wide Web auch Zugang zu Informationen erhalten, die nicht altersgerecht sind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass Eltern und Erziehungsberechtigte Maßnahmen ergreifen, die den Kinderschutz im Internet gewährleisten.

Welche Gefahren lauern im Internet?
Der Kinderschutz im Internet hat grundsätzlich das Ziel, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu nicht altersgerechten Informationen und Seiten zu verwehren. Darunter können insbesondere pornographische und gewaltverherrlichende Inhalte gehören. Aber auch seriöse Quellen wie etwa die Beiträge aus Nachrichtensendungen sind mitunter nicht für Kinderaugen bestimmt. Denn Meldungen, die Naturkatastrophen, Gewaltverbrechen oder terroristischen Anschlägen thematisieren, können Kinder verstören.
Eine Gefahr kann im Internet zudem von der Interaktion mit anderen Nutzern ausgehen. Schließlich fehlt es häufig an der Gewissheit, wer sich auf der anderen Seite des Monitors verbirgt. So können sich Pädophile unter Umständen den Deckmantel der Anonymität nutzen, um mit Minderjährigen in Kontakt zu treten. Daher sollten persönliche Daten nie unbedacht weitergegeben werden. Darüber hinaus sind auch Hasskommentare und Cyber-Mobbing keine Seltenheit. Wie mit solchen Nachrichten souverän umzugehen ist und wie sie diese melden können, müssen Kinder aber erst erlernen.
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, daher kann gegen Beleidigungen und Drohungen vorgegangen werden. Gleichzeitig können aber auch Kinder durch unbedachte Handlungen im Internet gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen. So können Urheberrechtsverletzungen schnell Anbahnungen nach sich ziehen.

Mit Kinderschutzsoftware auf der sicheren Seite?
Um zu verhindern, dass Kinder versehentlich Internetseiten besuchen, die nicht altersgerechte Inhalte bereitstellen, können spezielle Kinderschutzsoftware nutzen. Entsprechende Programme sind häufig bereits im Betriebssystem und dem Browser integriert, können aber auch zusätzlich erworben werden. Solche Kinderschutzfilter können dabei auf zwei verschiedenen Grundprinzipien basieren.
Beim Whitelistprinzip beschränkt sich der Zugriff ausschließlich auf Seiten, die von Medienpädagogen geprüft und als unbedenklich bewertet wurden. Hierbei handelt es sich vor allem um Angebote, die sich speziell an Kinder richten. Aus diesem Grund eignet sich diese Variante vor allem für jüngere Kinder.
Dem entgegen steht das Blacklistprinzip, bei dem jugendgefährdende Internetseiten anhand bestimmter Merkmale blockiert werden. Hierbei kann es sich zum Beispiel um eindeutige Schlagwörter handeln. Dieses Prinzip ermöglicht somit den Zugriff auf deutlich mehr Seiten, sodass auch eine umfassendere Recherche für Hausaufgaben sowie Referate möglich ist und daher bei älteren Kindern sinnvoll.

Eltern müssen sich aber nicht zwangsläufig für ein Prinzip entscheiden, denn viele Anbieter sehen auch eine Kombination vor. Bei der Wahl der Kinderschutzsoftware ist spielt es darüber hinaus auch eine wichtige Rolle, dass die Liste regelmäßig aktualisiert werden.
Allerdings kann es auch trotz der besten Software passieren, dass Kinder auf Seiten gelangen, die nicht für ihre Augen bestimmt sind. Daher sollten Eltern immer den Dialog suchen und sich erzählen lassen, was das Kind im Internet gemacht hat. Ziel ist dabei nicht die Überwachung, sondern ein Austausch über Erfahrungen und mögliche Probleme.
Weiterführende Informationen zum Kinderschutz im Internet stellt das kostenlose Ratgeberportal anwalt.org bereit. Dort finden Interessierte zudem Beiträge zu weiteren Aspekten des Kinderschutzes sowie zu den rechtlichen Konsequenzen von Hasskommentaren und Cyber-Mobbing.

Kinder und Computer: So schützen Sie Ihre Sprösslinge vor den Gefahren in der virtuellen Welt

25. August 2009

Passend zum Weltkindertag am 20. September und zum Schulanfang gibt die PC-Feuerwehr Tipps, was es im Umgang mit Computern und Kindern zu beachten gilt.

Hamburg, 26. August 2009 – Computernutzer werden immer jünger. Schon fast 60 Prozent der 6- bis 13-Jährigen haben bereits Erfahrungen im Internet gesammelt (Quelle: Kids-Verbraucheranalyse 2009). Neben dem positiven Effekt, dass sie von klein auf den Umgang mit elektronischen Geräten lernen, birgt das Internet aber gerade für sie auch Risiken: Darstellungen von Gewalt, die Bedrohung in Chatrooms an die falschen Menschen zu geraten, ungewollte und teure Downloads oder das Herunterladen von Viren sind nur einige Beispiele für Gefahren in der virtuellen Welt. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von verunsicherten Eltern, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder vor Gefährdungen im Internet schützen können“, erklärt Michael Kittlitz, Geschäftsführer der PC-Feuerwehr. Der deutschlandweite Dienstleister für Computer, Telefon und Internet gibt deswegen – passend zum Weltkindertag am 20. September und zum Schulanfang – Tipps für den Schutz von Kindern im Internet.

„Das Wichtigste ist eine umfangreiche Aufklärung. Kinder müssen von Eltern, Lehrern oder anderen Bezugspersonen über potentielle Gefahren im Internet aufgeklärt werden“, rät Michael Kittlitz. „Denn nur wer die Gefährdungen im Internet kennt, kann diesen auch aus dem Weg gehen“, ergänzt der Computerexperte.

Gefahrenpotential Datenweitergabe
Kinder gehen im Internet oft leichtsinnig mit ihren Daten um. So tragen sie persönliche Informationen wie Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adressen in Foren ein oder geben sie an Fremde in Chatrooms weiter. Hier tummeln sich leider auch Menschen mit zwielichtigen Absichten. Deswegen sollten Kinder aufgeklärt werden, im Internet immer nur einen Nicknamen zu benutzen und private Angaben nur nach Rücksprache mit Erwachsenen zu machen.

Ungewollte Kosten vermeiden
Klingeltöne, Bilder für das Handy-Display oder der neueste Hit der Lieblingsband – das Internet lockt mit vielen Angeboten. Neben der Gefahr sich beim Download einen Virus auf die Festplatte zu laden, lauern im Internet auch Kostenfallen: nicht immer ist alles kostenlos und oft erkennt man erst auf den zweiten Blick mit welchen Preisen ein Download verbunden ist. Eltern sollten ihre Sprösslinge daher über die Gefahr von versteckten Kosten aufklären und sie sensibilisieren, nicht einfach wahllos online Sachen herunterzuladen. In diesem Zusammenhang muss auch ein Unrechtsbewusstsein für illegale Downloads geschaffen werden. „Kinder müssen wissen, dass sie sich und vor allem auch ihre Eltern unter Umständen strafbar machen. Klären Sie Ihre Kinder über die Folgen illegaler Aktivitäten auf“, rät Kittlitz.

Technische Schutzmaßnahmen
Nicht zuletzt können aber auch von der technischen Seite Schutzmaßnahmen getroffen werden. Neben den allgemein üblichen Sicherheitsmaßnahmen, wie Virenschutzprogrammen, der Einrichtung einer Firewall sowie der Installation von Filterprogrammen für die E-Mail-Provider gibt es auch speziell auf Kinder zugeschnittene Systeme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen am Computer. Hierüber ist es möglich, den Zugang zu bestimmten Internetseiten zu verhindern. Zudem können Laufwerke oder bestimmte Verzeichnisse auf dem PC für die Kids gesperrt werden. Auch die Laufzeiten des Computers für die Sprösslinge können so beschränkt werden, dass der Nachwuchs beispielsweise nach 19 Uhr nicht mehr ins Internet oder Computerspielen kann.

Wer sich für einen kinderfreundlichen technischen Rundumschutz des PCs interessiert, sollte sich hierfür unter der Telefonnummer 0800 / 2 112 112 mit der PC-Feuerwehr in Verbindung setzen. Die Hotline der PC-Feuerwehr steht 24 Stunden zur Verfügung.

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